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Traditionell setzen wir uns gerade zu Jahresbeginn neue Ziele, sogenannte Vorsätze. Typische „Ziele“ dabei sind „mehr Sport“, „mehr Geld verdienen“ oder „gesünder leben“. Aber sind das wirklich richtige Ziele oder doch eher nur gesellschaftlich beeinflusste Floskeln, die auf Normen und Werten einer Konsumgesellschaft mit fragwürdigen Schönheitsidealen beruht? Und sind solche „Ziele“ wirklich erreichbar? Oder warum melden sich Jahr um Jahr so viele Menschen im Fitnessstudio an und gehen ab dem zweiten Monat kaum noch hin?

Wenn ich von Zielen spreche, dann möchte ich noch einen Schritt weiter gehen und über Visionen sprechen. Visionen sind für mich noch stärker und bedeutsamer als die Ziele in meinem Leben. Warum das so ist, erfährst du am Ende.

Was ist ein Ziel?

Zunächst einmal zu den Zielen. Was ist ein Ziel überhaupt und wie setze ich mir Ziele so, dass sie für mich auch einen Mehrwert haben?

Ein Ziel ist eine SOLL-Situation die sich in der Regel positiv von der IST-Situation unterscheidet. Die Zeit, die zwischen Zielsetzung und Zielerreichung liegt, ist variabel und kann von 30 Minuten bis hin zu mehreren Jahren oder Jahrzehnten reichen.

So setzt du dir motivierende Ziele

Damit ein Ziel auch motivierend ist, sollte es stets erreichbar sein. Wenn du dir zum Beispiel als Ziel setzt, 5x die Woche ins Fitnessstudio zu gehen, du aber einen Job und Familie hast, die dir diese zeitlichen Kapazitäten gar nicht ermöglichen, dann wirst du das Ziel vermutlich nie erreichen und schnell gefrustet sein.

Ebenfalls wichtig ist, dass du überschauen kannst, wann du das Ziel erreicht haben willst oder kannst. Für mich ist es zum Beispiel eher demotivierend, wenn mir ein Finanzberater sagt „Du legst jetzt Geld an, damit du in 35 Jahren Betrag X bekommst“. Diese Zeitspanne ist für mich so unüberschaubar, dass es mich kaum motiviert, zum Beispiel einen Bausparvertrag abzuschließen – deswegen habe wohl ich auch keinen 😉

Ein weiterer Aspekt eines motivierenden Ziels ist die Genauigkeit oder Spezifität. Einfach nur zu sagen „ich möchte gesünder leben“ ist so allgemeine gefasst, dass da quasi alles mögliche hineininterpretiert werden kann. Bedeutet gesünder leben mehr Sport? Weniger Junkfood? Vegan leben? Häufiger spazieren gehen? Oder alles zusammen? Viele Möglichkeiten und die Liste ist lang. Du siehst also, es ist gar nicht so einfach zu wissen was mit diesem Ziel gemeint ist und wirst wohl schnell Ausreden und „Uminterpretationen“ finden, die zu diesem Pseudoziel passen. Besser ist es da, sich kleinere Unterziele zu setzen. Wie wäre es zum Beispiel mit „ Um gesünder zu leben, esse ich mindestens dreimal pro Woche einen frischen Salat mit regionalen Zutaten und gehe einmal pro Woche für 15 Minuten joggen.“ Und in dieser Formulierung habe ich gleich noch eine weitere Verbesserung für das Motivationspotential deiner Ziele, nämlich die Messbarkeit.

Wenn du dir konkrete Ziele setzt, wie zum Beispiel dreimal pro Woche oder einmal pro Woche für 15 Minuten, dann kannst du, wenn du ein ebensolcher ToDo-Listen-Junkie wie ich bist, sogar konkret abhaken, was du bereits erreicht hast.

Und der letzte, aber nicht weniger wichtige Aspekt eines guten Ziels ist, dass du zu 100% dahinter stehst. Denn nur, wenn die Motivation für dieses Ziel auch aus dir herauskommt, also intrinsisch ist, dann ist die Chance hoch, dass du dieses Ziel auch wirklich verfolgst. Stell dir vor, einer deiner Mitmenschen sagt dir, du solltest 5 Kilo abnehmen und mehr Sport machen. Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass du dir dieses Ziel erstens überhaupt setzt und zweitens wie lange wirst du es durchhalten? Wenn du aber etwas wirklich von Herzen willst, dann wirst du auch dranbleiben, wenn auch die anderen Aspekte eines motivierenden Ziels erfüllt sind.

Zusammengefasst sind es also 5 Aspekte, die wichtig sind, um sich motivierende und wertvolle Ziele zu setzen:

  • Deine Ziele sollten erreichbar sein
  • Zeitlich in einem für dich überschaubaren Rahmen gesetzt sein
  • Sie sollten konkret formuliert sein
  • Und messbar und
  • Vor allem intrinsisch, also aus deinem eigenen inneren Antrieb heraus, motiviert sein.

Die SMART – Methode für starke Ziele

Falls du dich dazu noch einmal belesen möchtest, diese Methode nennt sich auch SMART – Methode. Die Buchstaben Stehen dabei für eben diese fünf Komponenten

S..spezifisch,

M…messbar,

A…akzeptiert (intrinsisch),

R…realistisch und

T…zeitlich terminiert.

Diese Methode findet im professionellen Kontext, wie zum Beispiel in Schule oder Unternehmen, aber auch im privaten Bereich, breite Anwendung und ist eigentlich DIE Methode, wenn es um Zielformulierung geht.

Probiere es doch direkt einmal aus und formuliere dir ein oder zwei Ziele für das kommende Jahr. Wenn du magst, teile Sie gern mit mir. Ich freue mich über jeden Austausch und gebe dir gern Tipps, wenn du Fragen zur Zielformulierung hast.

 

Es ist durchaus sinnvoll sich seine Ziele und Visionen aufzuschreiben, um sie für sich selbst zu visualisieren.

Nun aber noch zu der Frage „Was unterscheidet ein Ziel von einer Vision?“

Vision vs. Ziel

Eine Vision ist für mich eher ein Bild oder eine Eingebung die spontan auftritt. Entweder in meinen Träumen oder meinen Meditationen. Sie weißen mir den Weg, wo ich hin möchte, ohne mir konkret zu sagen, wann und wo diese erfüllt ist. Eine Vision ist also eher ein Wegweiser und damit nicht messbar oder terminiert. Dennoch können Visionen hilfreich sein für dich. Denn eine starke Vision kann sehr kraftvoll und energetisierend sein, sodass du motiviert bist, deine Ziele zu erreichen und dran zu bleiben, da du stets die Vision, also den Endzustand vor Augen hast. Visionen sind sozusagen übergeordnete Ziele, die deinem Leben eine Richtung geben.

Flexibel bleiben

Genau wie Ziele, so sind auch Visionen nicht in Stein gemeißelt. Du kannst jederzeit deine gesetzten Ziele hinterfragen oder auch deine Vision neu betrachten. Wichtig dabei ist meiner Meinung nach, dass du flexibel bleibst und stets auch deine Lebensumstände und -situation betrachtest. Es nützt dir nichts, wenn du dir ambitionierte Ziele setzt, diese aber nicht erreichst und dann nur noch mehr gestresst bist. Geh liebevoll mit dir selbst um und setzt dich nicht selbst unter Druck bestimmte Dinge unbedingt erreichen zu müssen. Es ist auch völlig okay, Ziele nicht zu erreichen oder auf Umwegen. Denn wie heißt es so schön, der Weg ist das Ziel. Denn das, was uns auf dem Weg zum Ziel begegnet, ist meistens das, woraus wir am meisten über uns selbst lernen.

In diesem Sinne wünsche ich dir viel Freude beim Ziele und Visionen setzen sowie bei der Formulierung deiner Ziele für das kommende Jahr. Abonniere gern meinen Podcast, wenn du mehr solcher Impulse wünschst.

Ich wünsche dir eine achtsame Zeit,

dein Felix